Fazit und weiterführende Gedanken

Wenn Kinder spielen wirkt das auf den ersten Blick wie Spaß an der Freude. Wie ernst aber doch dieses kindliche Spiel ist hat sich in diesem Projekt herausgestellt. Es ist eben nicht nur ein Spiel, sondern eine ernsthafte Handlung mit hohem Lerneffekt. Es ist sogar so, dass ein Kind ohne zu spielen, nie seine kognitiven und motorischen Fähigkeiten entwickeln würde. Auch könnte es wichtige sprachliche, soziale und mathematische Kompetenzen, die zur Schulfähigkeit führen, nicht oder nur unausreichend erwerben. Das Spiel ist also weitaus mehr als eine lustvolle Beschäftigung der Kindern. Somit ist es Aufgabe der Pädagogik, dieser großen Verantwortung für das kindliche Spiel gerecht zu werden indem sie Bedingungen schafft, die Kindern das Spielen ermöglichen und dieses in seiner Vielfältigkeit so gestalten, dass Kinder ihrer Entwicklung entsprechend den größten Lernerfolg daraus ziehen können.

 

Eltern sollten dabei beachten, dass ein Lernerfolg nicht immer von den offensichtlichen Lerninhalten ausgeht, die beispielsweise ein spezielles Lernspielzeug bietet. Vor allem das freie Spiel, in dem Kinder kreativ und mit voller Lebensfreude in ihre Fantasiewelt eintauchen, bietet sehr große Lernerfolge. Eltern sollten sich daher die Frage stellen, inwieweit es Sinn macht, viele funktionale Lernspielzeuge zu kaufen und wie sie ihre Kinder stattdessen auch mit alltäglichen Materialien zu Fantasie- und Rollenspielen anregen können. Auch habe ich in diesem Projekt das Lernen mit digitalen Medien beleuchtet und bin zu dem Schluss gekommen, dass Medien das Lernen in bestimmten Bereichen sehr gut unterstützen können und deshalb auch mit den grundlegenden Konzepten in Kindergarten und Schule verbunden werden werden sollten. Digitale Medien können aufgrund der direkten Rückmeldung als Form von unabhängigem Lernen die Pädagogen teilweise ersetzen. Eine Frage, die dabei aufkommt ist, wie weit diese Form von Lernen gehen darf um Lerneffekte zu unterstützen und nicht zu hindern.

 

Eine dritte Fragestellung, die ich an dieser Stelle noch einmal anbringen möchte, ist die der Überforderung durch instruktionales Lernen. Viele Eltern denken, sie investieren in die Zukunft ihrer Kinder, indem sie verschiedene Förderkurse buchen, in denen Kinder instruktional Wissen erwerben sollen. Wie in dem gezeigten Video gesehen, ist das ein Thema, das in der Wissenschaft die Meinungen auseinander gehen lässt. Es wäre durchaus denkbar, dieses Thema in einem weiteren Projekt näher zu beleuchten.

 

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Über das Projekt

Im Bachelor-Studiengang Bildungswissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hatte ich im Rahmen der Vorlesung "Allgemeine Pädagogik" von Prof. Marotzki die Möglichkeit, dieses Internetprojekt anzufertigen. Die Fragestellung, wie wichtig Spielen für die Entwicklung und damit für zukünftige Erfolge des Kindes ist, ließ sich sehr gut mit meiner Tätigkeit im Start-Up-Unternehmen meinespielzeugkiste.de verbinden.

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